Urtica dioica
Die Brennnessel ist eine der nährstoffreichsten Wildpflanzen Deutschlands. Trotz ihrer stechenden Haare ist sie vielseitig essbar und wurde seit Jahrhunderten als Nahrungs- und Heilpflanze genutzt. Reich an Vitamin C, Eisen und Kalzium.
Junge Triebspitzen (bis ca. 20 cm) im Frühjahr sammeln. Durch kurzes Blanchieren, Dämpfen oder Trocknen werden die brennenden Ameisensäure-Kristalle unschädlich gemacht. Als Spinatersatz, in Suppen, Smoothies, Pesto oder Tee verwenden.
Stickstoffreiche Böden an Wegrändern, in Gärten, auf Ruderalplätzen und Waldrändern. Wächst oft in dichten Gruppen und zeigt fruchtbaren Boden an.
Immer erhitzen oder trocknen bevor man sie isst. Für Brennnesselspinach: 5 Min blanchieren, ausdrücken, mit Butter und Knoblauch schwenken. Für Tee: getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergießen.
Taubnessel (Lamium album) – harmlos, keine Brennhaare, weiche Blätter
Rohe Blätter verursachen Brennen auf der Haut – Handschuhe beim Sammeln empfohlen. Nicht mehr sammeln wenn die Pflanze blüht (zu bitter, zu viel Cystolithe). Von ungespritzten Standorten sammeln.