Agaricus campestris
Der Wiesenchampignon ist der wild wachsende Verwandte des Kulturzuchtchampignons und übertrifft ihn im Geschmack bei Weitem. Sein weißer bis cremefarbener Hut, rosafarbene Lamellen (bei Reife dunkelbraun bis schwarz) und der angenehme Mandelanis-Duft sind charakteristisch.
Ausgezeichnet essbar. Hut und Stiel komplett verwendbar. Röten sich beim Anschnitt leicht – das ist ein gutes Zeichen. Roh in Carpaccio, gebraten, gefüllt oder getrocknet.
Frische Wiesen, Weiden, Parkanlagen und Rasenflächen. Bevorzugt nährstoffreiche, gut gedüngte Böden. Von Mai bis Oktober, besonders häufig im Spätsommer.
In Butter goldbraun braten, mit Knoblauch und Petersilie. Als gefüllte Champignons im Ofen. Für Champignonrahmsauce: Scheiben in Sahne und Zwiebeln. Junge Exemplare roh in Scheiben mit Zitrone und Olivenöl.
Karbolchampignon (Agaricus xanthoderma) – giftig, gilbt sofort bei Druck auf Hut, Karbol-Geruch beim Erhitzen
Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) – TÖDLICH GIFTIG! Weiße Lamellen, kein Ring an Lamellen, Knolle am Fuß
Frühlingsknollenblätterpilz (Amanita verna) – TÖDLICH GIFTIG! Reinweiß, weißer Ring, Knolle
Kritische Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Knollenblätterpilz! Regel: Wiesenchampignons haben NIEMALS weiße Lamellen – sie sind immer rosa (jung) bis dunkelbraun/schwarz (alt). Bei weißen Lamellen sofort ablegen.