Castanea sativa
Die Esskastanie (Edelkastanie) ist ein mächtiger Baum, der in Deutschland vor allem in wärmeren Weinbauregionen vorkommt. Ihre stärkereichen Früchte waren über Jahrhunderte ein wichtiges Nahrungsmittel – die 'Brot der Armen' im Mittelmeerraum.
Reife Früchte von September bis November – wenn sie von selbst aus der stacheligen Hülle fallen. Geröstet, gekocht, als Mehl oder Maroni. Süßlich-nussiger Geschmack.
Wärmere Lagen in West- und Süddeutschland (Pfalz, Baden, Rhein-Main). Bevorzugt saure, gut dränierte Böden. In Waldstücken und alten Kastanienwäldern.
Maroni rösten: Einritzen und im Ofen (220°C) oder auf dem Grillrost rösten. Kastaniensuppe: geschälte Kastanien kochen und pürieren. Kastanienmehl aus getrockneten, gemahlenen Früchten für glutenfreies Backen.
Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) – GIFTIG! Glattere Schale, 1–2 Nüsse, runde Früchte ohne lange Stacheln
Nicht mit der Rosskastanie verwechseln – diese ist giftig! Unterschied: Esskastanie hat 3+ Früchte in einer Hülle mit langen, dichten Stacheln. Rosskastanie hat 1–2 Früchte, kurze Warzen, kein Haar.