
Aegopodium podagraria
Giersch ist eine der am weitesten verbreiteten und hartnäckigsten Wildpflanzen in deutschen Gärten – gleichzeitig aber auch eines der ältesten und nährstoffreichsten Wildgemüse Mitteleuropas. Seine zarten Blätter schmecken würzig-aromatisch, ähnlich wie Petersilie oder Karotte.
Junge Blätter von April bis Juni (vor der Blüte) ernten – dann mild und aromatisch. Im Sommer werden die Blätter zu stark im Geschmack. Als Spinatersatz, in Suppen, Pesto oder auf Butterbroten. Stängel und Blüten ebenfalls essbar.
Feuchte, nährstoffreiche Böden in Gärten, Parks, Gebüschen, Auwäldern und an Wegrändern. Wächst in dichten Teppichen und bildet durch unterirdische Rhizome ausgedehnte Kolonien.
Nur junge, ungeöffnete Blätter vor der Blüte verwenden. Giersch-Pesto: Blätter, Olivenöl, Knoblauch, Parmesan und Nüsse pürieren. Als Spinat: 5 Min dämpfen und mit Butter schwenken. Für Suppen kurz mitgaren.
Gefleckter Schierling (Conium maculatum) – SEHR GIFTIG! Rotgefleckter Stiel, unangenehmer Geruch
Hundspetersilie (Aethusa cynapium) – giftig, muffiger Geruch, glänzende Blätter
Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) – essbar bei jungen Blättern, zottig behaarter Stiel
Verwechslungsgefahr mit giftigem Schierling! Giersch hat einen markant dreieckig-gerillten Stängel (Querschnitt dreieckig), riecht angenehm aromatisch und hat keine Flecken am Stiel. Im Zweifel nicht sammeln.