VorsichtHypericum perforatum
Das Johanniskraut ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen Europas, bekannt für seine antidepressiven Eigenschaften (Hypericin). Die leuchtend gelben Blüten erscheinen um den Johannistag (24. Juni) und enthalten charakteristische Blütendrüsen, die beim Zerreiben roten Saft abgeben.
Blüten und Blütenknospen von Juni bis August. Als Heilkräutertee oder Aufguss. In Öl eingelegt (Johanniskrautöl) für äußerliche Anwendung. Blüten als essbare Dekoration.
Trockene Wiesen, Wegränder, Böschungen, lichte Wälder und Waldränder. Bevorzugt sonnige, trockene Standorte. In ganz Deutschland häufig.
Für Johanniskrautöl: frische Blüten in Olivenöl einlegen und 4–6 Wochen in der Sonne stehen lassen – das Öl färbt sich rot/orange. Für Tee: 1–2 TL getrocknete Blüten auf 250 ml Wasser, 10 Min ziehen.
Wiesenraute (Thalictrum flavum) – gelbe Blüten, aber sehr anders gebaut
Andere Johanniskraut-Arten – essbar, aber weniger wirksam
WICHTIG: Johanniskraut macht die Haut lichtempfindlich (Phototoxizität) – bei innerlicher Einnahme Sonne meiden. Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten (Pille, Blutgerinnungshemmer, Antidepressiva) – vor dauerhafter Einnahme Arzt fragen. Als gelegentlicher Tee unbedenklich.