Matricaria chamomilla
Die Echte Kamille ist eine der wichtigsten und bekanntesten Heilpflanzen Europas. Ihr intensiver, apfelartiger Duft und die weißen Blütenblätter mit gelbem Herz machen sie unverwechselbar. Der Blütenboden ist hohl – ein wichtiges Erkennungsmerkmal.
Blüten als Tee – die klassischste Verwendung. Frische Blüten als essbare Dekoration in Desserts und Salaten. Milder, apfeliger Geschmack.
Äcker, Wegränder, Ruderalplätze und sandige Böden. Liebt gestörte Standorte und ist in ganz Deutschland häufig anzutreffen. Blütezeit: Mai bis September.
Blüten im Frühsommer sammeln wenn die Blütenblätter noch aufgerichtet (nicht zurückgebogen) sind. 1 EL frische oder getrocknete Blüten auf 250 ml kochendes Wasser, 5–10 Min ziehen, abseihen.
Geruchlose Kamille (Tripleurospermum inodorum) – kein Duft, massiver (nicht hohler) Blütenboden, keine Wirkung
Hundskamille (Anthemis cotula) – unangenehm muffiger Geruch, schwach giftig
Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea) – essbar, grünlich-gelbe Blüten ohne weiße Blütenblätter
Bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) meiden – Kamille kann Reaktionen auslösen. In der Schwangerschaft nur in normalen Teemengen. Nicht mit Hundskamille verwechseln (unangenehmer Geruch).