Morchella esculenta
Die Speisemorchel ist ein unverkennbarer Frühjahrspilz mit ihrem charakteristischen, wabenartigen Hut in erdigen Brauntönen. Sie gilt als eine der delikatesten Wildspeisepilze überhaupt – ihr nussig-erdiges Aroma ist einzigartig und sehr begehrt.
Ausgezeichnet essbar, aber NIEMALS roh essen – enthält Gyromitrin-ähnliche Stoffe, die erst durch Erhitzen neutralisiert werden. Hut und Stiel komplett verwertbar. Klassisch in Rahmsaucen, mit Spargel oder zu Kalbfleisch.
Auwälder, Uferwälder, Obstgärten, Parks und Brandflächen. Bevorzugt kalkreiche, feuchte Böden. Von März bis Mai – einer der ersten Speisepilze des Jahres.
Immer mindestens 10 Minuten kochen oder braten – das Erhitzen ist zwingend! Längs aufschneiden und gut säubern (hohler Stiel setzt sich oft Schmutz). In Butter und Sahnesauce dünsten. Mit Spargel und Schinken servieren.
Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta) – GIFTIG! Unregelmäßig gehirnförmig gewunden (nicht wabenartig), bräunlich
Herbstlorchel (Helvella crispa) – ungenießbar roh, weißlich, unregelmäßig gelappt
NIEMALS roh essen – enthält hitzelabile Giftstoffe. Auch das Kochwasser der ersten Garstufe weggießen. Verwechslung mit der giftigen Frühjahrslorchel möglich: Morcheln haben gleichmäßige, wabenartige Vertiefungen, Lorcheln sind unregelmäßig hirnartig gewunden.