
Rumex acetosa
Sauerampfer ist ein mehrjähriges Kraut mit pfeilförmigen Blättern und einem erfrischend sauren Geschmack, der von Oxalsäure stammt. Er gehört zu den ältesten Küchenkräutern Europas und war früher in keiner Wildkräuterküche wegzudenken.
Junge Blätter von April bis Juni am besten – dann säuerlich-frisch. Als Salat, in Suppen (Grüne Soße), Omeletts, Pesto oder zu Fisch. Blätter verlieren beim Erhitzen ihre grüne Farbe und werden olivbraun.
Frische bis feuchte Wiesen, Wegränder, Uferbereiche und Gartenbrachen. Bevorzugt nährstoffreiche, etwas saure Böden. In ganz Deutschland häufig.
Roh in Salaten für Frische und Säure, sparsam einsetzen. Klassisch in der Frankfurter Grünen Soße. Mit Spinat kombinieren, um die Schärfe abzumildern. Für Sauerampfersuppe: Blätter kurz in Butter dünsten, mit Brühe und Sahne aufgießen.
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) – essbar jung, aber bitterer
Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella) – essbar, zierlichere Pflanze auf sandigen Böden
Enthält Oxalsäure – bei Nierensteinneigung (Calciumoxalat-Steine) und Gicht nicht in großen Mengen essen. In normalen Küchenmengen unbedenklich. Nicht mit großblättrigen Ampfer-Arten verwechseln.