Prunus spinosa
Die Schlehe ist ein dorniger Strauch mit tiefblauen bis schwarzen Früchten, die erst nach dem ersten Frost genießbar werden. Sie ist eine der ältesten Nutzpflanzen Europas – Schlehenfrüchte wurden bereits in der Jungsteinzeit gegessen.
Reife Früchte ab Oktober – am besten nach dem ersten Frost oder eingefroren, dann verlieren sie die Bitterkeit. Für Saft, Marmelade, Likör (Sloe Gin), Wein und Essig. Roh sind sie extrem herb-bitter.
Hecken, Gebüsche, Waldränder und Böschungen. Sehr häufig in ganz Deutschland, typische Heckenbusch-Art. Blüht im März/April vor dem Laubaustrieb.
Früchte einfrieren (mindestens eine Nacht) bevor man sie verwendet – das baut Gerbstoffe ab. Für Schlehenlikör: 500 g Schlehen + 250 g Zucker + 700 ml Korn, 8 Wochen ziehen. Für Schlehenmarmelade: mit viel Zucker einkochen.
Faulbaum (Frangula alnus) – unverträgliche Früchte, kleinere Früchte ohne Dorn, andere Blattform
Kreuzdorn (Rhamnus cathartica) – leicht giftig (abführend), weniger blauschwarze Früchte
Kerne enthalten Amygdalin (wird zu Blausäure). Keine großen Mengen Kerne zerstoßen oder essen. Roh sehr herb – Pflaumenkerne aus fertigen Produkten entfernen.