VorsichtGalium odoratum
Waldmeister ist ein bodendecker-artiges Kraut des Waldbodens mit quirlständigen, schmal-lanzettlichen Blättern. Frisch geerntet riecht er kaum, aber beim Trocknen oder Welken entwickelt sich ein intensiver, süßer Cumarin-Duft – klassisch für die Maibowle.
Blütendes Waldmeister von April bis Juni für aromatisierte Getränke. Frische Blätter als Aromgeber für Maibowle, Limonade, Sirup und Desserts. Nicht in großen Mengen und nicht täglich essen.
Feuchte, schattige Laubwälder, besonders Buchenwälder auf kalkhaltigem Boden. Bildet oft flächige Teppiche auf dem Waldboden. Blütezeit: April bis Juni.
Kurz vor der Blüte ernten, dann höchster Cumaringehalt. Für Maibowle: Stängel 30 Min in Weißwein einlegen, herausnehmen (nicht zu lange ziehen!). Für Sirup: frische Stängel mit Zuckerwasser aufkochen.
Vierkantiges Labkraut (Galium-Arten) – essbar, ähnliche quirlständige Blätter, weniger aromatisch
Kletten-Labkraut (Galium aparine) – essbar jung, klebrig durch Häkchen an Stängel und Blättern
Enthält Cumarin – in großen Mengen leberschädigend und kann Kopfschmerzen verursachen. Nicht täglich oder in großen Mengen konsumieren. Nicht während der Schwangerschaft. Immer beim Trocknen oder Welken aromastärker.