
Malus sylvestris
Der Wildapfel ist der Urahn aller Kulturäpfel und eine der seltensten heimischen Baumarten Deutschlands. Seine kleinen, oft säuerlichen Früchte sind reich an Pektinen und Vitamin C. Er ist wichtig für die genetische Vielfalt und Wildtierschutz.
Früchte von August bis November. Oft sehr sauer und herb – daher besser für Saft, Gelee, Apfelessig und Destillate als für Rohverzehr. Nach Lagerung (Nachreifen) werden sie milder.
Lichte Laubwälder, Waldränder und Hecken. In Deutschland selten und geschützt. Häufig als Baum in alten Streuobstwiesen. Blütezeit: April bis Mai.
Für Wildapfelgelee: Früchte mit Wasser kochen, durch Tuch abseihen, mit Zucker einkochen. Für Wildapfelessig: Apfelsaft vergären lassen. Für Apfelwein oder Most mit anderen Apfelsorten mischen.
Kerne enthalten Amygdalin – keine großen Mengen Kerne zerkauen. Wildäpfel sind oft vom Apfelwickler befallen – vor Verarbeitung prüfen.