
Pyrus pyraster
Die Wildbirne ist die Stammart aller Kulturbirnen und eine der seltensten Wildgehölze Deutschlands. Ihre kleinen, harten Früchte sind roh kaum genießbar, eignen sich aber nach dem Frosten oder Lagern für verschiedene Verarbeitungsformen.
Früchte ab September bis November. Roh sehr hart und herb – nach Frost oder langer Lagerung mürber und süßer. Für Birnenbrand, Essig, Kompott und Chutney.
Lichte Laubwälder, Waldränder und Hecken. Sehr selten, da viele Wildbirnen durch Kreuzung mit Kulturbirnen hybrid geworden sind. Typisch für alte Streuobstwiesen.
Früchte einfrieren oder mehrere Wochen lagern bis sie nachreifen. Für Wildbirnen-Chutney: Früchte mit Zwiebeln, Essig und Gewürzen einkochen. Für Birnenkompott: mit Rotwein und Zimt kochen.
Kerne enthalten Amygdalin – nicht in großen Mengen zerkauen. Roh in größeren Mengen kann Verdauungsbeschwerden verursachen.